Diözese Farafangana

Diözese Farafangana


Patronat : Heiliges Herz Jesu
2 Regionen : Vatovavy Fitovinany und Atsimo Atsinanana
Bevölkerung : 1.326.000 (Zum Vergleich Diözese Paderborn: 4,9 Mio)
Katholiken : 112.325 (1.623.300)
4 Dekanate oder Faritra :
Atsimo (Süden)
Afovoany (Zentrum)
Avaratra Avaratra (ganz im Norden)
Avaratra Atsimo (südlicher Norden)
Distrikte : 20
Gemeinden : 6
Fläche 23560 km²  (14.750 km²)
56 Einwohner pro km² (332 Einwohner pro km²)
5 Katholiken pro km² (110 Katholiken pro km²)
34 Priester
23 Frauenordensniederlassungen
1 Männerordensniederlassung
3 Säkularinstitute
277 Katecheten

7 Prioritäten der Diözese
1-     
Übernahme von Selbstverantwortung
2-     
Förderung von Berufungen
3-     
Familie: Hauskirche… Erziehung und Schule
4-     
Bewegungen und Verbände
5-     
Inkulturation
6-     
Grüne Diözese Umwelt
7-     
Hingabe an das Heilige Herz, Patronat der Diözese und an das makellose Herz

 

Allgemeines zur Diözese

Die Diözese Farafangana wurde 1957 von der Diözese Fort-Dauphin abgetrennt.
2007 wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert. Im selben Jahr wurde Monsigneur Marc Benjamin Ramaroson zum Bischof von Farafangana ernannt.
Die Diözese erstreckt sich über 250 km entlang des Indischen Ozeans und ist von zahlreichen Flüssen und Bächen durchzogen, die in diesen Ozean münden. Leider gibt es seit 2002 keinen funktionierenden Hafen mehr auf dem Gebiet der Diözese.
Daher müssen Export- und Importgüter über die Häfen Tamatave oder Tuléar gehandelt werden (über 1000 km weit entfernt).
Eine Ebene von etwa 50 km Breite erstreckt sich zwischen dem Indischen Ozean und dem Anstieg zum Hochland. Fünf Flüsse durchqueren die Diözese von Westen nach Osten: Mananano, Matitanana, Manampatrana, Manambato und Mananara.

Klima und Vegetation:

Durch den Indischen Ozean und die Passatwinde ist die Region reichlich mit Regen und Hitze gesegnet. Es herrscht ein äquatoriales Klima. Eigentlich gibt es kaum einen trockenen Monat. Die Regenzeit kommt vor der „Zeit, wo es regnet“. Leider bewahrheitet sich diese Aussage durch den Klimawandel in den letzten Jahren nicht mehr immer und es gibt Monate ohne Regen, wo die Arbeiten auf den Feldern unmöglich werden. Die dichten Urwälder mit ihrer einzigartigen Fauna und Flora sind fast verschwunden. Die Hügelzone beherbergt lediglich einen Sekundärwald, wo die legendäre Ravinala (Baum des Reisenden) vorherrscht. Durch wiederholte Buschfeuer wird die Wiederherstellung einer Waldbedeckung verhindert und Grassavanne oder sogar Wüste machen sich breit. Daher wurde 2007 das Projekt Grüne Diözese gestartet.

Bevölkerung:

Farafangana ist die Region in Madagaskar, wo die größte ethnische Vielfalt herrscht. 12 autochtone Stämme gibt es: Die Antaimoro (des Nordens und des Südens), die Tanal, die Zafisoro, die Antaifasy, die Rabakara, die Sahafatra, die Sahavoay, die Zaramanampy, die Antesaka, die Bara und und Antaimanambondro. Außerdem Einwanderer anderer Völker wie Merina, Betsileo, Antandroy, Antanosy etc.
Diese in Madagaskar einzigartige Völkervielfalt kann ein Reichtum sein, aber oftmals erweist sie sich als enormes Entwicklungshindernis durch Eifersucht zwischen den Ethnien und sogar innerhalb der Ethnien.
Die Bevölkerungsdichte ist sehr unterschiedlich: Im Norden (blau und grün auf der Karte) ist sie am größten, im Zentrum (violett auf der Karte) mittel und am geringsten im Süden, wo nur noch 16 Einwohner pro km² gezählt werden.
Die Diözese Farafangana hätte eigentlich großes Potential, aber da es kaum Infrastruktur gibt und aufgrund der abgelegenen Lage und auch durch das Gewicht der Bräuche der einzelnen Ethnien ist sie eine der ärmsten Regionen Madagaskars. Daher haben wir die Erziehung als eine der Prioritäten gewählt. Wir sind überzeugt, dass eine inkulturierte Evangelisierung und die Entwicklung des Menschen durch eine gute Erziehung/Bildung möglich werden. Neben den staatlichen Bildungsangeboten bietet die Diözese rund 17.000 Kindern und Jugendlichen Schulausbildung an. Außerdem gibt es eine Alphabetisierungskampagne mit der rund 4.000 Erwachsene erreicht werden sollen.

Projekt :  FITARATRA   Beaucamp Farafangana

Ziel: Die Bauern und Bäuerinnen in ihren Fähigkeiten stärken, um eine verbesserte Ernährung sicher zu stellen.

Zusammenfassung der Aktivitäten zum Erreichen der Ziele :

In Beaucamp beim Centre Lucien Botovasoa, einem Ausbildungszentrum für Katechisten und ihre Familien, werden Versuchsfelder angelegt. Es geht zum Einen darum, Informationen über die Bedeutung verbesserten, an die Klimazone angepassten Saatgutes zu vermitteln. Zum Anderen geht es aber auch darum, die Katechisten in Bezug auf Verbesserung der überlieferten und allgemein verbreiteten landwirtschaftlichen Techniken zu beraten, um sinnvolle Entscheidungen über Anbaumethoden fällen zu können. Die Katechisten sollen während ihrer Ausbildung z.T. auf den Feldern mithelfen und angeregt werden, verbesserte Methoden des Landbaus auch in ihren Heimatdörfern zu praktizieren und zu verbreiten. Tafitasoa Bertrand Ogilvie ist der Koordinationsassistent des Projektes FITARATRA.

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